Operette Kartenschlägerin

Theater am Franz Josefs-Kai
Die Kartenschlägerin

komische Operette in 1 Akt 
Text von N. N. 
Uraufführung 26. April 1862 Theater am Franz Josefs-Kai in Wien
Bei der Kartenschlägerin handelt es sich um Suppés zweite Operette. Sie war noch für das Theater an der Wien geschrieben worden, das aber unter der Direktion des Direktors Pokorny kurz zuvor Pleite ging. So musste die Operette für das Theater am Franz Josefs-Kai umgearbeitet werden, u. a. auch, weil für die Titelpartie keine geeignete Sängerin vorhanden war. Diese Umarbeitung war sicher nicht der einzige Grund für den Misserfolg dieses Werkes. Kritisiert wurde zunächst das Textbuch, das "ebenso unwahrscheinlich und unsinnig wie die meisten Offenbach'schen" gewesen sei, "aber nicht wie diese etwas Pikantes, Interessantes oder wenigstens Lustiges und Tolles" gehabt habe. Die Musik wurde u. a. als zu "schwer für die Kräfte des Hauses" empfunden. Nach nur 3 Aufführungen verschwand das Stück vom Spielplan. Für eine spätere Aufführung in Graz hat Suppé die Operette umgearbeitet, nunmehr unter dem Titel Pique Dame. Hierbei wurde die erste Fassung, von der keine Zeugnisse mehr existieren, offenbar so stark verändert, dass sie heute nicht mehr zu rekonstruieren ist.

u.a.
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