Operette Tantalusqualen

Carltheater in Wien
Tantalusqualen

musikalischer Schwank in 1 Akt 
Text Franz von Suppé
Uraufführung 3. Oktober 1868 im Carltheater, Wien.
Da Suppé offensichtlich der Meinung war, dass die schwachen Textbücher der Grund für die letzten Misserfolge waren, hat er den Text für diesen Einakter selbst geschrieben; als Vorlage diente ein französisches Vaudeville.

Johann Schmauserl ist Kostgänger bei einer heiratswütigen Witwe namens Scolastica Haarzahn. Er flieht vor deren Heiratsabsichten und wird in Folge vom Hunger gequält. Er will sich ein Mittagessen ergattern, doch dies misslingt trotz mancher toller Streiche. Am Ende wird er doch durch den Hunger gezwungen, die Witwe zu heiraten.

Man kann darüber spekulieren, ob Suppé, der zwei Jahre zuvor die damals erst 17 jährige Sopie Strasser in zweiter Ehe geheiratet hatte und der selbst gut im Futter stand, die Umkehrung seiner eigenen Situation in dieser Geschichte besonders komisch fand, so dass er diesen Stoff in Erinnerung an das "Absurde" seiner frühen Einakter für sein eigenes Textbuch auswählte. Jedenfalls hatte er damit ebenso wenig Erfolg wie mit den Büchern der anderen Autoren. Zudem wurde seine Musik als schwach empfunden, was man allerdings aufgrund der schönen Ouvertüre im Potpourri-Stil nicht vermuten würde.

u.a.
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